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Niemals den roten Knopf drücken 2 von Kati Naumann

  Egon hat mit seinem besten Freund Jojo und seinem Opa einen Forscherclub gegründet. Toll ist, dass sein bester Freund über ihm wohnt und wenn er etwas braucht das Morsealphabet trampeln kann! Nicht so toll ist seine überfürsorgliche und ängstliche Mutter,die man immer erst von spannenden Ausflügen überzeugen muss. Kein Wunder das Jojo Angst vor dem Weltuntergang hat... Als Forscher müssen sie natürlich etwas erfinden und werden ausgerechnet von ihrem Erzfeind Ben - dessen Lieblingsbeschäftigung es ist, sie bei den Lehrern zu verpetzen - zu einem Erfinderwettbewerb aufgefordert! Der Gewinner soll das Werk des Anderen bekommen. Vielleicht kann das Robotermuseum für Inspiration sorgen? Ein lustiges Kinderbuch mit vereinzelten Comic Illustrationen ab 8 Jahren, mit Experimenten, die man einfach zu Hause nachmachen kann! Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.  J.P. Zur Bestellung Kati Naumann, Niemals den roten Knopf drücken, oder die Roboter greifen an Verlag: Kosmos ISB
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Judith und Hamnet von Maggie O´Farrell

  Ein Buch über Agnes, die Frau William Shakespeares (1564-1616). Ein geschickter Schachzug: der berühmte William bleibt eher schattenhafte Randfigur.  Virtuos geschrieben entwickelt das Buch einen faszinierenden Sog. Und das, obwohl sich der Aktionsradius der handlungstragenden Agnes über den archaischen elterlichen Bauernhof, dann das Haus des hinterhältig-gewalttätigen Schwiegervaters, ein paar Gassen in Stratford-upon-Avon und den Wald dort nur einmal hinausbewegt – beim finalen London-Besuch. Es baut die Spannung auf durch eine beiläufge (Mit-)Beschreibung des Geschehens auf der Gasse, der Mitbewohner im Haus, dem Fuchs, der durch die Gassen streift, der Eule, die darüber hinweg fliegt etc..  Verdichtet wird das Geschilderte durch Agnes' eigenwillige Wahrnehmungsgaben – sie, das Naturkind, hat von ihrer früh verstorbenen Mutter das tiefe V

Die Europäer von Orlando Figes

Es beginnt mit der ersten internationalen Bahnfahrt am 13. Juni 1846, der Eröffnung der Bahnlinie von Paris nach Brüssel. Die 330 Kilometer können nun in zwölf Stunden zurückgelegt werden, einem Viertel der Zeit, die die Kutsche bisher brauchte.  Das ist der Startschuss zur Entwicklung und Internationalisierung des Kulturlebens in Europa bis in die 1880er Jahre. Die Verknüpfung von Kultur und den bald den Kontinent überspannenden Eisenbahnlinien macht das Buch des britischen Historikers Figes so ungewöhnlich und erhellend. Denn die damalige Revolution des Kulturmarktes mit seiner internationalen Verbreitung europäischer Musik, Literatur und Kunst ist plötzlich erklärbar. Es wird anschaulich, wie in dieser Zeit die europäische Kultur und ihr Kanon etwa an Opern, Malerei und Literatur entsteht,

Dicht, Aufzeichnungen einer Tagediebin von Stefanie Sargnagel

  Stefanie Sargnagel ist jetzt erwachsen und arbeitet ihre Jugend auf, eine Jugend im Park mit ganz viel Wiesn. Eine Hymne an die Freundschaft und auch ein Abschied von Freunden.  Traurig und tiefsinnig, heiter und high, melancholisch und müd lässt sie sich durch Wien treiben, zwischen Hittn, Votivpark, Schulabbruch und schließlich der Angewandten. Ein ehrlicher Blick auf die Stadt, räudig und wunderschön, wie sie nicht jeder kennt. Mit unverbrauchten Methaphern zeichnet sie ein Bild von Wien, wie es lebt und wie man dabei überlebt. Eine direkte und meist liebevolle Beschreibung der absurden Begegnungen und skurillen Gestalten die ihr in Beiseln, Parks und sonstwo über den Weg liefen. Man liest und ist überzeugt, dass es genauso passiert ist, dass sie es jetzt erst detailliert aufgeschrieben hat mag mit der Verjährungsfrist zusammenhängen. Neben ihren Problemen mit autoritären Systemen, der gschissenen Schule und der Suche nach dem nächsten Ofen und dem Sinn des Lebens, greift sie durc

Hübsch von Canizales

  Die Hexe hat ein Date mit dem Oger. Auf dem Weg dorthin bekommt sie von den Waldtieren alle möglichen Tipps um sich zu verschönern. Aber ist es am Ende nicht besser sich selbst so zu lieben, wie man ist? Und was sagt der Oger zu der „neuen“ Hexe? Ein lustiges Bilderbuch mit guter Botschaft!  J.P. zur Bestellung   Verlag: Jungbrunnen ISBN: 978-3-7026-5947-9  Preis [A] 16,- Altersempfehlung: 4-6 Jahre 

Rowan und Ash von Christian Handel

    Rowan O'Brien soll seiner Familie die Krone zurückholen, seit er drei Jahre alt ist, ist er mit der Kronprinzessin von Iriann verlobt. Nach langer Zeit sollen die beiden sich wiedersehen, doch schon auf dem Weg zu ihr geschehen seltsame Dinge. Die Magie in Iriann scheint außer Kontrolle zu geraten, die magischen Artefakte an Stärke zu gewinnen und zu allem Überfluss wird Rowan und sein Gefolge von einer Schattenkreatur attackiert.  Immer wieder tauchen seltsame Wesen auf, die eine tödliche Krankheit "den Hexenbrand" mit sich bringen, der einen nach und nach zu Stein erstarren lässt. Um alldem auf den Grund zu gehen muss sich Rowan einer alten Legende stellen, und das nicht alleine... in Iriann trifft er auch den Köngissohn Ash wieder, in den er sich verbotener Weise verliebt hat.  "Rowan & Ash - Ein Labyrinth aus Schatten und Magie" ist ein spannender Fantasyschmöker, der sich rasch zu einem Page Turner entwickelt,  mit einer etwas anderen Liebesgeschich

Unziemliches Verhalten von Rebecca Solnit

    "Unziemliches Verhalten" bzw. der passendere englische Titel "Recollections of My Nonexistence" ist Solnits großartige Beschreibung ihres Werdegangs zur anerkannten Schriftstellerin, Umwelt- und Friedensaktivistin und Feministin.  Alles beginnt mit ihrer ersten eigenen Wohnung, einem Zimmer für sie allein, eine wichtige Voraussetzung um Schreiben zu können, wie schon Virginia Woolf wusste. Und außerdem ein sicherer Rückzugsort vor der Welt, dem San Francisco der 80er Jahre, einem männlich dominierten Umfeld, in dem die Gewalt gegen Frauen alltäglich ist, ihr Leben und die Teilhabe am öffentlichen Raum eingeschränkt und das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit in Frage gestellt wird. Laut Solnit ein Leben im Kriegszustand, nicht nur in der Realität, auch in der Kunst. Die schöne, junge, sterbende Frau ist ein ständig wiederkehrendes Motiv in der Kunst, laut E. A. Poe das poetischte, die meisten Geschichten, die Mädchen und Frauen hören, zeigen ihnen