Direkt zum Hauptbereich

Liverfool von Gihef & Vanders


"Die (wahre) Geschichte des ersten Managers der Beatles"

Liverpool heute - Eine Gruppe von Touristen wird vor einem Beatles-Fanshop von einem älteren Herrn, der sich als Allan Williams, der erste Manager der legendären Beatles vorstellt, angesprochen. Dieser bietet ihnen an für ein kleines Entgeld von fünf Pfund seine Geschichte zu erzählen.
           Vom gelernten Installateur zum Gelegenheitsarbeiter, kauft er in den 50er Jahren ein Lokal, welches zu Allan zu einem beliebten Treffpunkt für junge Leute macht. Besonders regen Zulaufs erfreut sich die kleine Bar auch, weil an manchen Abenden lokale Bands auftreten. Eine davon wären gerne die späteren "Pilzköpfe", damals mit Stuart Suitcliff und Tommy Moore. Doch Allan ist der festen Überzeugung,  sie wären nicht gut genug um aufzutreten: Allerdings verhilft er ihnen zu einigen anderen Konzertmöglichkeiten, um sie erste Bühnenerfahrungen sammeln können. Auch Williams' eigene Geschäfte laufen gut, seine Bühne wird zum Sprungbrett für junge Bands, so auch für die "Silver Beatles", wie sich die Band damals noch nennt.
Mit minimalstem Budget und dem kurzer Hand neu aufgenommenem Pete Best als Schlagzeuger - schon bringt Williams die Band für Konzerte nach Hamburg.
Doch der Erfolg hält nicht lange an. Stuart verlässt die Gruppe, die Band wird des Landes verwiesen, weil plötzlich bemerkt wird, dass George noch minderjährig ist. Williams befürchtet Schlimmstes für die Rückkehr, doch scheinbar hat sich der Ruf der neuen Musiktruppe bis uber den Kanal in die Heimat verbreitet. Weitere Auftritte sind in Planung.
Die Band beschließt allerdings bald, dass sie Allans Hilfe nun nicht mehr benötigt, was allerdings nicht heißt, dass seine Zeit mit den Beatles vorüber ist....

Auch wenn diese Geschichte teilweise Fiktion ist und nicht nur auf historischen Tatsachen beruht: Ein absolutes Muss für jeden Musik-, Beatles- und Graphic Novelliebhaber ist sie alle Mal. Man erfährt mehr über das England der 50er Jahre und ganz nebenher wird eine etwas traurige Geschichte auf schöne und heitere Weise erzählt.


Gihef & Vanders: Liverfool.

"Die (wahre) Geschichte des ersten Managers der Beatles"
edition 52
2013
EUR [A] 18,50
ISBN: 978-3-935229-99-9

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Dork Diaries von Rachel Renée Russell

Dork Diaries  Nach dem Erfolg von Greg's Tagebuch, hier ein weiterer Comicroman - speziell für Mädchen:  Dork Diaries Band 1! Zielgruppe: Mädchen  ca. ab 11 Jahre, auch noch für Jugendliche ein lustiges Leseerlebnis Inhalt:  Neue Schule, neues Glück? Nikki ist ein Totalausfall in Sachen Coolness, ihr Vater ist Kammerjäger und fährt mit einem Kakerlakenmobil durch die Stadt, ihr Handy ist ihrer Meinung nach ein krasses Museumsstück und das Einzige was sie an ihrem ersten Schultag retten könnte, wäre ein brandneues IPhone. Stattdessen bekommt sie ein Tagebuch geschenkt, etwas das sie nie schreiben wollte. Gott sei Dank hat sie es getan und lässt uns an ihrem Leben teilhaben! Unsere Bewertung:  Dork Diaries ist ein  unterhaltsames Buch im Tagebuchstil geschmückt mit humorvollen Comiczeichnungen. Typische Situationen wie einige von uns sie als Kind/Teenager erlebt haben werden leicht überzogen und teils skurril dargestellt, z.B Nikki möchte nicht in die Sc

Die Europäer von Orlando Figes

Es beginnt mit der ersten internationalen Bahnfahrt am 13. Juni 1846, der Eröffnung der Bahnlinie von Paris nach Brüssel. Die 330 Kilometer können nun in zwölf Stunden zurückgelegt werden, einem Viertel der Zeit, die die Kutsche bisher brauchte.  Das ist der Startschuss zur Entwicklung und Internationalisierung des Kulturlebens in Europa bis in die 1880er Jahre. Die Verknüpfung von Kultur und den bald den Kontinent überspannenden Eisenbahnlinien macht das Buch des britischen Historikers Figes so ungewöhnlich und erhellend. Denn die damalige Revolution des Kulturmarktes mit seiner internationalen Verbreitung europäischer Musik, Literatur und Kunst ist plötzlich erklärbar. Es wird anschaulich, wie in dieser Zeit die europäische Kultur und ihr Kanon etwa an Opern, Malerei und Literatur entsteht,

Judith und Hamnet von Maggie O´Farrell

  Ein Buch über Agnes, die Frau William Shakespeares (1564-1616). Ein geschickter Schachzug: der berühmte William bleibt eher schattenhafte Randfigur.  Virtuos geschrieben entwickelt das Buch einen faszinierenden Sog. Und das, obwohl sich der Aktionsradius der handlungstragenden Agnes über den archaischen elterlichen Bauernhof, dann das Haus des hinterhältig-gewalttätigen Schwiegervaters, ein paar Gassen in Stratford-upon-Avon und den Wald dort nur einmal hinausbewegt – beim finalen London-Besuch. Es baut die Spannung auf durch eine beiläufge (Mit-)Beschreibung des Geschehens auf der Gasse, der Mitbewohner im Haus, dem Fuchs, der durch die Gassen streift, der Eule, die darüber hinweg fliegt etc..  Verdichtet wird das Geschilderte durch Agnes' eigenwillige Wahrnehmungsgaben – sie, das Naturkind, hat von ihrer früh verstorbenen Mutter das tiefe V