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Bella Ciao von Raffaela Romagnola


Nicht nur Neugier treibt Giulia Masca nach Borgo di Dentro, den Ort ihrer Kindheit in Piemont zurück, den sie vor fast 50 Jahren fluchtartig verlassen hatte. Es sind auch die gemischten Gefühle, die sie beschäftigen, falls es zu einer Begegnung mit ihrer Freundin Anita und ihrem Verlobten Pietro kommen sollte. Wird sie den beiden mit Rache, Genugtuung oder Versöhnung begegnen?

Niemand wusste damals, als sich Giulia heimlich nach New York einschiffte, nicht einmal ihr Verlobter, der sie mit ihrer Freundin Anita betrog, dass sie ein Kind von ihm erwartete.

Nun ist Giulia eine wohlhabende Frau, die sich ihrem vergangenen Leben stellt, das von den Härten als Fabriksarbeiterin in der örtlichen Seidenspinnerei geprägt war, aber auch von der Kargheit des dörflichen Lebens und ihrer Familien.

Wie dann durch die beiden Weltkriege, den Faschismus und die Partisanenkämpfe mit diesen Familien umgegangen wurde, wird authentisch und spannend erzählt. Es ist die leidvolle Geschichte von opferwilligen und unbeugsamen Menschen, die für das Wenige, das sie besitzen, verbissen kämpfen.

Es ist ein Buch voll berührender Geschichten, das die Leserschaft durch die vielen Zeitsprünge immer wieder herausfordert, aber auch belohnt durch die großartige Erzählkunst, wie sie selten in historischen Romanen zu finden ist. Daran hat auch die gute Übersetzung von Maja Pflug aus dem Italienischen großen Anteil.

H.R.

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Raffaela Romagnola: Bella Ciao
Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-07062-0
Eur [A] 24,70

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