Ein großartiger Geschäftsmann ist dieser Heinrich Schliemann! Nach einer Kaufmannslehre hat sich der Sohn eines brutalen und versoffenen Pfarrers aus dem mecklenburgischen Kaff Ankershagen zu einem der reichsten Männer Europas hochgearbeitet. Mal von Panama, dann von Sacramento, aber zumeist von Sankt Petersburg aus dirigiert der Sprachbegabte seine Geschäfte. Weniger glückhaft sind seine Frauenbeziehungen. Doch hinter all dem steht ein Traum aus Kindertagen, seit er die Werke Homers, Ilias und Odyssee, in der deutschen Übersetzung gelesen hat: die mythische Stadt Troja zu finden und auszugraben. Ohne Ausbildung oder Studium gelingt dem besessenen Autodidakten die Weltsensation. Dass er dabei vieles falsch gedeutet und sogar zerstört hat, wird ihm erst spät bewusst. Und was hat sein zwanghaftes Schaffen mit der lebenslangen Sehnsucht nach seiner Kindheitsfreundin Minna aus dem heimatlichen Ankershagen zu tun? Gregor Sander: Troja, später Nachmittag. Verlag Penguin. 24,70 Euro[A...