Direkt zum Hauptbereich

Dr. B von Daniel Birnbaum

 


Knapp vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs flüchtet der deutsch-jüdische Journalist Immanuel Birnbaum mit seiner Familie aus Warschau in das neutrale Schweden. Das Land, dessen Erzvorkommen sowohl für Nazi-Deutschland als auch für Großbritannien essentiell sind, ist verzweifelt um seine Neutralität bemüht. In Stockholm, damals ein Spionage-Hotspot, findet Birnbaum im Exilverlag des berühmten deutschen Verlegers Gottfried Bermann Fischer ein Auskommen und Anschluss an die deutsche Kulturszene. Bermann Fischer, einst Chef des renommierten S.Fischer Verlags, ist seinerseits geflohen und hat sich in Stockholm mit Hilfe der schwedischen Verlegerfamilie Bonnier eine neue Existenz aufgebaut. Doch als Hitlers Truppen scheinbar unaufhaltsam in Europa vordringen, gerät die Fluchtburg des Verlags ins Wanken und Birnbaum in fürchterliche machtpolitische Intrigen …

Im Stil eines Spionage-Thrillers, dabei den Fakten und erhaltenen Dokumenten treu bleibend, beschreibt Autor Daniel Birnbaum die Geschichte seines Großvaters, der nach dem Zweiten Weltkrieg zu Deutschlands angesehensten Journalisten zählen sollte. Unter den großteils realen Persönlichkeiten findet sich u.a. auch die legendäre Sowjet-Diplomatin Aleksandra Kollontai. Eine Empfehlung für alle Fans von Zeitgeschichte, Buchgeschichte und gut erzählten Geschichten. (U.R.)

Zur Bestellung 

Daniel Birnbaum: Dr. B

Übersetzt von Ursel Allenstein, Hedwig M. Binder

Roman, Piper Verlag, Eur(Ö) 24,70

ISBN 978-3-492-05983-1



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Dork Diaries von Rachel Renée Russell

Dork Diaries  Nach dem Erfolg von Greg's Tagebuch, hier ein weiterer Comicroman - speziell für Mädchen:  Dork Diaries Band 1! Zielgruppe: Mädchen  ca. ab 11 Jahre, auch noch für Jugendliche ein lustiges Leseerlebnis Inhalt:  Neue Schule, neues Glück? Nikki ist ein Totalausfall in Sachen Coolness, ihr Vater ist Kammerjäger und fährt mit einem Kakerlakenmobil durch die Stadt, ihr Handy ist ihrer Meinung nach ein krasses Museumsstück und das Einzige was sie an ihrem ersten Schultag retten könnte, wäre ein brandneues IPhone. Stattdessen bekommt sie ein Tagebuch geschenkt, etwas das sie nie schreiben wollte. Gott sei Dank hat sie es getan und lässt uns an ihrem Leben teilhaben! Unsere Bewertung:  Dork Diaries ist ein  unterhaltsames Buch im Tagebuchstil geschmückt mit humorvollen Comiczeichnungen. Typische Situationen wie einige von uns sie als Kind/Teenager erlebt haben werden leicht überzogen und teils skurril dargestellt, z.B Nikki möchte nicht in die Sc

Die Europäer von Orlando Figes

Es beginnt mit der ersten internationalen Bahnfahrt am 13. Juni 1846, der Eröffnung der Bahnlinie von Paris nach Brüssel. Die 330 Kilometer können nun in zwölf Stunden zurückgelegt werden, einem Viertel der Zeit, die die Kutsche bisher brauchte.  Das ist der Startschuss zur Entwicklung und Internationalisierung des Kulturlebens in Europa bis in die 1880er Jahre. Die Verknüpfung von Kultur und den bald den Kontinent überspannenden Eisenbahnlinien macht das Buch des britischen Historikers Figes so ungewöhnlich und erhellend. Denn die damalige Revolution des Kulturmarktes mit seiner internationalen Verbreitung europäischer Musik, Literatur und Kunst ist plötzlich erklärbar. Es wird anschaulich, wie in dieser Zeit die europäische Kultur und ihr Kanon etwa an Opern, Malerei und Literatur entsteht,

In der Mitte ein Feuer von Galsan Tschinag, Gernot Gleiss und Gernot Stadler

Die beiden Kärntner Gernot Gleiss und Gernot Stadler haben den Schriftsteller Galsan Tschinag und seinen tuwinischen Stamm in der Mongolei besucht. Entstanden sind ein Buch und eine DVD, die gemeinsam vertrieben werden. Sie zeigen wunderbare Schwarz-Weiß-Aufnahmen von der traumhaften Landschaft im Hohen Altai und dem Leben des Nomadenvolks: Kinder beim Reiten, Spielen und Ziegen-Hüten, die Erwachsen beim Melken, Schlachten, Kochen, Essen, Spielen und Wettkämpfen, Musizieren. Beeindruckend sind auch die Bilder vom Schamanentum, der Owoo-Weihe in den Bergen, den Jurten in der Steppe. Der Text ist von Galsan Tschinag selbst verfasst: Er beschreibt die Geschichte und gegenwärtige Situation des bis heute rätselhaften und durch seine nomadische Lebensweise höchst bedrohten Volkes der Tuwa. Einige Gedichte lassen die Atmosphäre des naturverbundenen Lebens noch spürbarer werden. (U.R.) Achtung - save the date! Am 18. Mai 2012 um 19.00h wird Galsan Tschinag in der Hauptbücherei Wien