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Posts mit dem Label "Figes Orlando" werden angezeigt.

Die Europäer von Orlando Figes

Es beginnt mit der ersten internationalen Bahnfahrt am 13. Juni 1846, der Eröffnung der Bahnlinie von Paris nach Brüssel. Die 330 Kilometer können nun in zwölf Stunden zurückgelegt werden, einem Viertel der Zeit, die die Kutsche bisher brauchte.  Das ist der Startschuss zur Entwicklung und Internationalisierung des Kulturlebens in Europa bis in die 1880er Jahre. Die Verknüpfung von Kultur und den bald den Kontinent überspannenden Eisenbahnlinien macht das Buch des britischen Historikers Figes so ungewöhnlich und erhellend. Denn die damalige Revolution des Kulturmarktes mit seiner internationalen Verbreitung europäischer Musik, Literatur und Kunst ist plötzlich erklärbar. Es wird anschaulich, wie in dieser Zeit die europäische Kultur und ihr Kanon etwa an Opern, Malerei und Literatur entsteht, ...

Krimkrieg - Der letzte Kreuzzug von Orlando Figes

Der Krimkrieg (1853-1856) war bis 1914 der größte kriegerische Konflikt – zwischen Russland und dem Osmanischen Reich, das von Frankreich und England unterstützt wurde. Er war der erste moderne Krieg, dessen Zerstörungsgewalt von industriellen Technologien (moderne Gewehre und Geschütze, Dampfschiff, Eisenbahn) potenziert wurde und 750.000 Soldaten das Leben kostete. Auf den ersten 300 Seiten wird die politische Macht- und Interessenlage in Europa herausgearbeitet: Russlands Selbstverständnis als Schutzmacht der orthodoxen Ostkirche und des Slawentums, die religiösen Wurzeln des Kriegs (vor allem auch im innerchristlichen Streit zwischen Orthodoxen und Katholiken), der Reformstau im Osmanischen Reich, die europäische Angst vor russischen Expansionsgelüsten. Figes beschreibt auch packend die neue Rolle der (britischen) Presse, die den Beginn „moderner“ Kriegsberichterstattung markiert und den Krieg und sein Grauen zeitnah in die britischen Wohnzimmer brachte – erstmals auch mit Fo...