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Posts mit dem Label "Theater" werden angezeigt.

Judith und Hamnet von Maggie O´Farrell

  Ein Buch über Agnes, die Frau William Shakespeares (1564-1616). Ein geschickter Schachzug: der berühmte William bleibt eher schattenhafte Randfigur.  Virtuos geschrieben entwickelt das Buch einen faszinierenden Sog. Und das, obwohl sich der Aktionsradius der handlungstragenden Agnes über den archaischen elterlichen Bauernhof, dann das Haus des hinterhältig-gewalttätigen Schwiegervaters, ein paar Gassen in Stratford-upon-Avon und den Wald dort nur einmal hinausbewegt – beim finalen London-Besuch. Es baut die Spannung auf durch eine beiläufge (Mit-)Beschreibung des Geschehens auf der Gasse, der Mitbewohner im Haus, dem Fuchs, der durch die Gassen streift, der Eule, die darüber hinweg fliegt etc..  Verdichtet wird das Geschilderte durch Agnes' eigenwillige Wahrnehmungsgaben – sie, das Naturkind, hat von ihrer früh verstorbenen Mutter d...

Ich war der Lärm, ich war die Kälte von Jenny Downham

"Ich geh nicht, solange du nicht machst, dass sie aufhören." "Vergiss es." "Mach dein Monster."  Lexi war schon immer ein wildes Mädchen, das auf Bäume klettert und sagt was es denkt. Das Zusammenleben mit Ihrer "neuen" Familie, ihrem Stiefvater John und ihrer süßen kleinen Schwester Iris erweist sich als schwierig. Lexi wirft Sachen aus dem Autofenster, wirft mit Stühlen und zertrümmert Geschirr. Sie ist wütemd, sehr wütend. Ein richtiges Monster, findet John. Vielleicht stimmt aber auch etwas nicht mit John, denkt Lexi manchmal. Ihre Mutter wendet sich von ihr ab, in der Schule findet sie kaum Anschluss - nur das Theaterspielen macht ihr Freude - und zu allem Übefluss ist sie auch noch verliebt in ihren älteren Stiefbruder, der das Familienhaus bereits verlassen hat und aufs College geht.  Eigentlich wünscht sie sich von ihrer Familie akzeptiert zu werden, aber ihre Wut kann sie nicht lange genug herunterschlucken um alles ...