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Posts mit dem Label "Irland" werden angezeigt.

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O´Mahony

  Ein Schmöker definiert sich als ein dickerer, inhaltlich weniger anspruchsvoller, aber zugleich fesselnder Roman. Und dieses Buch liest sich ebenfalls wie ein kleiner Schmöker, jedoch mit dem Unterschied, daß es nicht nur spannend ist, zugleich aber ein anspruchsvolles geschichtsträchtiges Thema zum Inhalt hat. Es geht um die Hungersnot 1849 in Irland, ausgelöst durch die Kartoffelfäule und die Landvertreibung des irischen Volkes  durch die englischen Grundherren. Dem irischen Mädchen Honora wird im Leben nichts geschenkt. Von Kind an auf sich allein gestellt und ausgegrenzt, wächst sie in Armut auf. Um nicht zugrunde zu gehen, fährt sie als blinder Passagier mit einem Schiff nach Amerika, wo sie vom Regen in die Traufe kommt, und unter sklavenartigen Umständen als Zimmermädchen schuften muß. Mit ihrer Kollegin flieht sie in den Westen. Dort steckt man sie in ein Bordell, wo sie wie e...

Nora Joyce und die Liebe zu den Büchern von Nuala O'Connor

  Für Jim bin ich Irland. Ich bin inselförmig... Ich bin Kalk und Gras, Heide und Granit. Ich bin aufragende Nippel und Talritze. Ich bin die Regentropfen, die sich einsaugen und das Meer, das die Küste umfaßt.  Jim sagt, ich bin Harfe und Kleeblatt, Stamm und Königin... "Nora", sagt Jim, "du bist Erzählung".   Es passierte am 16. Juni 1904. Ein Datum, das in Irland seit Erscheinen des Romans "Ulysses" jedes Jahr als Bloomsday gefeiert wird. Da kam es zum ersten und heftigen lustvollen Sex zwischen dem gebildeten James Joyce und der um zwei Jahre jüngeren Nora Barnacle, einem einfachen Zimmermädchen aus Galway, der das ungleiche Paar ein Leben lang zusammen schmiedete. Noras Schilderung dieses gemeinsamen Lebens ist ein spannendes Kaleidoskop mit allen Höhen und Tiefen dieser Ehejahre, dieses uns...