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Posts mit dem Label "Kunstgeschichte" werden angezeigt.

Das Jahrhundert der Gisèle von Annet Mooij

  Künstlerin, Mäzenin und Gerechte unter den Völkern Eine ausgezeichnet geschriebene Biografie über die niederländische Malerin und Designerin Gisèle van Waterschoot van der Gracht (1912-2013). Als Nachfahrin des Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall teils auf dem österreichischen Schloss Hainfeld, teils an verschiedenen Orten in den USA aufgewachsen, zog Gisèle 1940 in ihre Vaterstadt Amsterdam, wo sie in den Künstler- und Literatenkreis „Castrum Peregrini“ um Wolfgang Frommel Eingang fand, der Anhänger des Lyrikers und Lebensreformers Stefan George war. In ihrer Wohnung an der Herengracht 401 gab Gisèle der Gruppe ein Zentrum und eine Heimstatt. Für ihren Mut und ihre Standhaftigkeit während der Zeit der nationalsozialistischen Besetzung, als sie drei jungen, teilweise jüdischen und vom Regime verfolgten Mitgliedern von Castrum Peregrini jahrelang Unterschlupf gewährte...

Nacht über Europa von Ernst Piper

Neben den vielen Büchern zum Ersten Weltkrieg, die sich mit Ursachen, Ausbruch und dem militärischen Verlauf beschäftigen, ist ein Werk erschienen, das die kulturellen und geistigen Strömungen, Aktionen und Reaktionen dieser Zeit thematisiert. In "Nacht über Europa" beschreibt der Historiker und Kunstgeschichtler Ernst Piper, wie sich unmittelbar nach Beginn des Krieges die deutschsprachigen Intellektuellen, Wissenschaftler, Schriftsteller und Künstler dem allgemeinen nationalistischen Taumel ergeben haben, wie selbst die besonnensten unter den hochverdienten Dichtern und Denkern ihre internationalen Vernetzungen gekappt und in die allgemeine Kriegsbegeisterung eingestimmt haben, wie etwa der Zoologe Ernst Haeckel, Professor in Jena und Gründer des pazifistischen Monistenbunds, der sich 1914 und 1915 mehrfach nationalistisch und auch rassistisch äußerte. Besonders tragisch und absurd wirkt die Geschichte des deutsch-jüdischen Dichters Ludwig Fulda, der damals meistgespie...