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Projekt Lightspeed von Joe Miller, Özlem Türeci und Uğur Şahin

  Die Geschichte der Entwicklung des Corona-Impfstoffs liest sich in der Nacherzählung des Journalisten Joe Miller wie ein spannender Detektivroman. Als Uğur Şahin im Jänner 2020 von der Existenz dieser gefährlichen Virus-Mutation erfährt, schaltet er von einem Tag auf den anderen das von ihm und seiner Frau Özlem Türeci gegründete und geleitete aufstrebende deutsche Pharma-Unternehmen BioNTech auf die Entwicklung eines Impfstoffs um. Eigentlich arbeitet das Ärztepaar an Heilverfahren gegen Krebs mit von ihnen neu entwickelten mRNA-Technologien. Doch das geniale Prinzip dieses neuen Verfahrens funktioniert auch im Kampf gegen Viren und Infektionskrankheiten. Die Technologie erlaubt es ihnen, in kürzester Zeit die Baupläne von geeigneten Impfstoffkandidaten zu skizzieren. Doch was ist alles noch zu tun und zu beachten: Die Geldgeber müssen vom abrupten Kurswechsel überzeugt und andere Biotech-Firmen, wie der Pharmariese Pfizer, zur Kooperation überredet werden, um die nötigen Tests durc
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Das Land meiner Väter von Alexander Wolff

  Es ist oft erzählt worden, dass die von Hitler vertriebenen Emigranten und die in Deutschland und Österreich Verbliebenen nach dem Krieg miteinander große Verständigungsschwierigkeiten hatten: Die im Land Gebliebenen wollten das Leid der vom Nazi-Regime Geflüchteten nicht wahrhaben. War es diesen nicht gut gegangen, drüben in den USA oder sonstwo, während sie selbst daheim das Regime, den jahrelangen Einsatz im Weltkrieg und die schrecklichen Bombardierungen der Allierten zu ertragen hatten? Dabei übersahen sie die große Traumatisierung der Vertriebenen, die sich darüber hinaus ihr Leben in den Fluchtländern unter großen Schwierigkeiten neu aufbauen mussten. Eine gemeinsame Sprache war nach dem Krieg fast unmöglich; das große Schweigen über die Schreckenszeit war die Folge. Auch die Familie des Verlegers Kurt Wolff versuchte 1945/45 wieder zueinander zu finden, wie sein Enkel, Autor Alexander Wolff, mit Zitierung der Briefe zwischen Kurt Wolff und seinen Kindern, erzählt. Kurt Wolffs

Für mein Leben seh ich kunterbunt von Emma Flint

                                                                            (c) Arena Verlag Für die Klassenfahrt nach Berlin hat sich Ella eines vorgenommen: Sich nicht zu blamieren!  Ein schwieriger Vorsatz für eine wandelnde Katastrophe und Blamagen Königin, der natürlich schief geht. Jetzt muss sie sich nicht nur mit den Lehrern rumschlagen, die sie nun auf den Kieker haben, auch ihre beste Freundin Fee benimmt sich total bescheuert, sie hat sich doch tatsächlich verliebt! So sehr verliebt, dass sie schon die Art wie ihr Schwarm seine Jause isst toll findet.  Auch wenn Ella sich gerade nicht für Make-up oder Jungs interessiert, will sie eine gute Freundin sein und ihr helfen. Dabei findet sie sich aber immer wieder in richtig peinlichen Situationen wieder, zum Beispiel als sie Fees Schwarm auf einer Party stalken muss, damit dieser nicht mit einem anderen Mädchen redet...  Zu allem Überfluss bekommen sie auch noch einen neuen Mitschüler, den Ella nicht ausstehen kann.  Wer wünscht

Heaven von Mieko Kawakami

  Von der internationalen Bestsellerautorin von "Brüste und Eier": Der Protagonist, der stets namenlos bleibt, wird von seinen Mitschülern täglich drangsaliert und gequält. Auch seine 14 jährige Mitschülerin Kojima ist Opfer von schlimmen Mobbingattacken. Obwohl sie beide das gleiche Schicksal teilen, ignorieren sie sich gekonnt - bis Kojima ihm eines Tages eine Postkarte ins Schulfach legt.  Von nun an schreiben sie sich Belanglosigkeiten, nähern sich langsam an, immer auf der Hut vor ihren Mitschülern und Mitschülerinnen, die nichts von ihrer Verbindung erfahren sollen.  Für diesen Roman wählt Mieko Kawakami einen knappen, distanzierten Stil, der die Tristesse perfekt transportiert, die während des Lesens immerwährend an einem nagt.  Manche Stellen sind für die Leser schwer zu ertragen. Vor allem Kojima versucht einen Sinn in ihrer beiden Leiden zu finden während die Mobber nach dem Lustprinzip handeln.  Gegen Ende lässt sie doch ein hoffnungsvolles Gefühl in einem aufkomme

Dr. B von Daniel Birnbaum

  Knapp vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs flüchtet der deutsch-jüdische Journalist Immanuel Birnbaum mit seiner Familie aus Warschau in das neutrale Schweden. Das Land, dessen Erzvorkommen sowohl für Nazi-Deutschland als auch für Großbritannien essentiell sind, ist verzweifelt um seine Neutralität bemüht. In Stockholm, damals ein Spionage-Hotspot, findet Birnbaum im Exilverlag des berühmten deutschen Verlegers Gottfried Bermann Fischer ein Auskommen und Anschluss an die deutsche Kulturszene. Bermann Fischer, einst Chef des renommierten S.Fischer Verlags, ist seinerseits geflohen und hat sich in Stockholm mit Hilfe der schwedischen Verlegerfamilie Bonnier eine neue Existenz aufgebaut. Doch als Hitlers Truppen scheinbar unaufhaltsam in Europa vordringen, gerät die Fluchtburg des Verlags ins Wanken und Birnbaum in fürchterliche machtpolitische Intrigen … Im Stil eines Spionage-Thrillers, dabei den Fakten und erhaltenen Dokumenten treu bleibend, beschreibt Autor Daniel Birnbaum die Ge

Andro Streng Geheim - Fehlermeldung Schule von Kai Pannen

  "Andro, verwende bei Tisch bitte den Anschluss im Mund. Und schling nicht so, sonst fliegt dir wieder eine Sicherung raus."  Auszug S. 32  Andro ist ein Roboter, erbaut von seinen Robotereltern und soll undercover als 10-jähriger Junge getarnt in eine Schule gehen! Ziel ist es viel über die Menschen herauszufinden und ihre Freundschaft zu gewinnen. So einfach ist das aber nicht, da diese Menschen sehr unlogische Wesen sind und auch oft gar nicht meinen, was sie sagen.  Zum Beispiel hat er herausfinden müssen, dass es sich bei der "Warteschlange" in der Kantine um keine neue Schlangenspezies handelt. Oder, dass ein Taucheranzug nicht der perfekte Regenschutz ist.  Wenn er seine Mission nicht erfüllt, werden seine "Eltern" ihn abschalten, also setzt er alles daran um sich an der Menschenschule zu behaupten. Wird er auffliegen? Der erste Band von Andro ist ein lustiges Buch mit Comicillustrationen für Kinder ab 8 Jahren. Lachen ist vorprogrammiert! Für Fa

Zitronensüß von Jenny Han

        Von der Erfolgsautorin von "To all the boys I've loved before":    Annemarie, von ihrer Mutter "Shug" genannt, ist zwölf Jahre alt. Das allerschlimmste Alter, wie sie findet. Ihre Freundinnen verändern sich und beginnen sich für Jungs zu interessieren und selbst ihr bester Freund aus Kindertagen, Mark, will plötzlich ohne sie, nur mit seinen Kumpels zur Schule gehen.  Außerdem wirft er ihrer älteren Schwester, die leider unheimlich schön ist, interessierte Blicke zu. Shug hingegen hat noch nicht mal wirklich Brüste bekommen und geht auch zur nächsten Poolparty "uncool" im Badeanzug anstatt in einem Bikini.  Was muss man tun, damit ein Junge sich in einen verliebt?  Mit einem Jungen meint sie natürlich Mark. Vor allem muss man sich auch mit seinen Kumpels abgeben, dem Schulschwarm Kyle und dem Idioten Jack, der sie immer ärgert. Ihre Auseinandersetzungen mit ihm sind Mark peinlich. Wie soll das nur gut gehen, wenn sie ausgerechnet Jack Nachhilfe