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Posts mit dem Label "Biografie" werden angezeigt.

Everest. Das Abenteuer von Edmund Hillary und Tenzing Norgay von Alexandra Stewart

Auf zum Mount Everest, pardon Sagarmatha oder Tschomolangma! Die Geschichte der Erstbesteigung des höchsten Berges der Welt wird erzählt: Viele scheiterten an dem Wagnis, bis zwei Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen gemeinsam den höchsten Berg der Welt bezwangen: der Neuseeländer Edmund Hillary und der Sherpa Tenzing Norgay aus Khmubu. Man erfährt vieles über die Routen, die technischen Notwendigkeiten und Lösungen, sogar über die Jagd nach dem Yeti, und selbstverständlich über die Kindheit und das weitere Leben der beiden tapferen Alpinisten, die lebenslange Freunde blieben. Ein Buch für die ganze Familie. Ab 9 J. Zur Bestellung Alexandra Stewart (Text) / Joe Todd-Stanton (Bilder): Everest. Das Abenteuer von Edmund Hillary und Tenzing Norgay. Übersetzung von Claudia Koch. (Midas, € 24,70) ISBN 978-3-03876-274-4  

Maria Callas. Kunst und Mythos von Arnold Jacobshagen

  Zu ihrem 100. Geburtstag widmet der Musikwissenschaftler Arnold Jacobshagen der überragenden weltberühmten Opernkünstlerin und Sopranistin Maria Callas eine fundierte und gut geschriebene Biografie. Gerne verfolgt man den Weg ihres Lebens von den Kindheitstagen in New York, ihrer Jugend- und Ausbildungszeit in Athen über ihre frühen Auftritte während des Zweiten Weltkriegs, die sie in kürzester Zeit an die Spitze der griechischen Oper führten, bis zu ihrer Entwicklung und Karriere als weltweit führende Primadonna assoluta. Zur Bestellung Arnold Jacobshagen: Maria Callas. Kunst und Mythos. (Reclam, € 25,70) ISBN 978-3-15-011451-3

Eigentum von Wolf Haas

    "Das ganze Geld hin. Kaputt. Die Entwertung. Die Geldentwertung. Das Geld nichts mehr wert. Das Geld war kaputt. Hin." Mutter Haas weiht den kleinen Wolf schon früh in die Geheimnisse des Geldes ein. Es ist das Thema, das das Leben und Denken der fleißigen und selbständigen Alleinerzieherin dominiert: Das Lehen, der kleine Bauernhof, der dereinst der Familie gehört hat, kam durch die Hyperinflation abhanden. Zeitlebens versucht die Familie, wieder zu Eigentum zu gelangen, "nichts wie sparen, sparen, sparen" ist die lebenslange Aufgabe von Marianne Haas, doch vergeblich, denn während die Spargroschen angehäuft werden, steigen die Grundstückspreise. Worauf aber der beständige Zorn der Mutter gegründet ist, wird der vierjährige Sohn noch lange nicht begreifen können. In ihren letzten Lebenstagen lässt Wolf Haas das Leben seiner Mutter Revue passieren. Neben ihrem Bett und auf den Spaziergängen zum Familiengrab, wo bereits Name und Geburtsdatum am Grabstein eingra...

Vier Schwestern von Ernst Strouhal

  Die bekannteste unter den vier Schwestern Benedikt ist Friedl, die als junge Schriftstellerin unter dem Pseudonym Anna Sebastian in England einige erfolgreiche Romane schrieb. Hierzulande ist Friedl Benedikt jedoch mehr aus den autobiografischen Schriften Elias Canettis geläufig, mit dem sie eine lange Beziehung hatte. Auch ist eine der Figuren in Veza Canettis Roman "Die Schildkröten", in dem die Anschlusstage in Wien 1938 beschrieben sind, ihr nachempfunden. "Sie haben Papa verhaftet!", lässt Veza Canetti in ihrem Roman die junge Frau verzweifelt sagen. Dieser Papa ist in der Realität Ernst Benedikt, ehemaliger Chefredakteur der Neuen Freien Presse. 1938 gerät das gutbürgerliche Leben der Familie Benedikt in ihrer Villa in Wien Grinzing, Am Himmel 55, tatsächlich aus den Fugen. Die vier Schwestern Gerda, Friedl, Ilse und Susi werden in verschiedene Länder geschickt, weg aus Hitlers Großdeutschland. Die Eltern folgen ihnen nach vielen Schikanen der Nationalsozial...

Lenka Reinerová - Abschied von meiner Mutter von Anna Fodorová

  Lenka Reinerová (1916-2008) war die letzte Vertreterin der einst so bedeutsamen deutschsprachigen Literaturszene in Prag. Die Gründerin des Prager Literaturhauses ( Pražský literární dům ) hatte Max Brod gekannt und hatte die Exiljahre während des Zweiten Weltkriegs mit ihren Freunden Egon Erwin Kisch und Anna Seghers in Mexiko geteilt. Nun hat ihre Tochter, die Filmemacherin, Künstlerin und Psychotherapeutin Anna Fodorová ein Buch über ihre Mutter Lenka geschrieben. Es geht nicht nur um das Leben der bedeutenden und geachteten Schriftstellerin und um die letzten Wochen und Monate dieser hochaktiven Intellektuellen, sondern auch um das um das schöne, doch nicht spannungsfreie Verhältnis von Mutter und Tochter: "Es ist nicht einfach, mit Eltern aufzuwachsen, die Helden waren", sagt Anna zu Beginn des Buches.  Und heldenhaft war Lenkas Leben. Unbeugsam erlebte sie alle Fährnisse des 20. Jahrhunderts, die Vertreibung aus der besetzten Tschechoslowakei, die Deportation und Erm...

Der Zauberer von Colm Tóibín

  Gerade habe ich Colm Tóibíns "Zauberer" zu Ende gelesen. Fast stimmt es mich traurig. Denn seit einiger Zeit ging ich mit Thomas Mann "ins Bett" ! Und freute mich jeden Abend aufs Neue darauf, in diese Romanbiographie einzutauchen. Vielleicht als nicht wirklich fundierte Kennerin von Thomas Manns Leben und Werk gerade deshalb. Es fängt an mit den Manns in Lübeck, der alteingesehenen Senatorenfamilie, und hört auf mit Thomas Manns Lebensende, und dem was von seiner Familie überblieb, in der Schweiz. Dazwischen der ganze politische Wahnsinn zwischen dem Ersten Weltkrieg, dem Nazi-Horror, der Flucht aus Europa, dem amerikanischen Exil - zuerst als Emigrant dort willkommen, dann unbequem geworden, weil nicht manipulierbar. Diese Familiengeschichte mit dem wechselnden politischen Geschehen ist Zeitgeschichte, Literaturgeschichte und Zeugnis des 20.Jahrhunderts, im Besonderen erzählt durch die oft tragischen Einzelschicksale seiner Geschwister und Freunde und der Nachko...

Der Hammer von Dirk Stermann

Joseph von Hammer-Purgstall war einer der wirkmächtigsten Orientalisten der Geschichte. Seine Übersetzungen brachten die literarischen Schätze des Nahen und Mittleren Ostens in die europäischen Bibliotheken und von dort in die ganze Welt. Goethe, tief beeindruckt von Hammer-Purgstalls Übertragungen, schrieb euphorisch in seinem West-östlichen Divan den berühmten Satz „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“ Wenn sich ein Autor wie Dirk Stermann der Biographie dieses Giganten widmet, so darf man auf Ironie und liebevoll-schonungslose Zeichnung seines Protagonisten gespannt sein: Als Sohn eines Provinzbeamten wird Joseph Hammer zunächst in Wien zum „Sprachknaben“ und Diplomaten ausgebildet, der bald über die anderen Schüler herausragt und seine Lehrer überflügelt. Doch schon bei seinen ersten Missionen nach Konstantinopel und Ägypten zeigt sich, dass im hierarchischen Beamtenstaat der österreichisch-ungarischen Monarchie Talent nicht alles ist, was zum Vorankommen nöt...

Tochter des Geldes von Eveline Hasler

Eveline Hasler bringt in ihrem Werk immer wieder höchst interessante, aber halbvergessene Persönlichkeiten und Themen ans Licht.  Der 1874 geborenen Uhrenfabrikanten-Tochter Mentona Moser, die mit ihrer Schwester Fanny bei ihrer verwitweten und schwerreichen Mutter im Schloss auf der Au am Zürichsee inmitten eines verwilderten Parks aufwächst, ist, so möchte man meinen, nur eine weitere Laufbahn im Schweizer Geldadel vorgezeichnet. Es kommt ganz anders: Von der Mutter nicht nur emotional vernachlässigt, sondern auch finanziell kurzgehalten, macht Mentona in London eine Ausbildung zur Sozialhelferin und arbeitet mit Kindern in Arbeiter-Elendsquartieren. Nach Zürich 1903 zurückgekehrt heiratet sie den Sozialisten Hermann Balsiger, hat mit ihm zwei Kinder. Er verlässt sie, und Mentona, noch immer ohne Geldzuwendung aus ihrem Erbe, versorgt ihre Familie und den chronisch kranken Sohn allein als Sozialarbeiterin und engagiert sich darüber hinaus für die Frauenrechte. Von den...

Im Kreis treibt die Zeit von Sigrid Damm

Sigrid Damm, die für ihre meisterhaften Studien über Goethe, Schiller, Caroline Schlegel-Schelling, bekannt ist, hat nun ihr persönlichstes Buch herausgebracht. In „Im Kreis treibt die Zeit“ erweist sie ihrem Vater die Reverenz, den sie, dem allgemeinen Familientenor folgend, lange Zeit innerlich abgewertet hatte. Doch zwei Jahre vor seinem Tod gelingt die Versöhnung, und die Autorin beschäftigt sich auch weiterhin mit der Biografie des Vaters. Brisant sind die Zeiten allemal: In der Spanne seines Lebens hat der Vater im heimatlichen Thüringen zwei Weltkriege und fünf verschiedene Regierungsformen erlebt, darunter mehr Absolutismus und Totalitarismus als Demokratie und offene Gesellschaft erfahren. Immer wieder konfrontiert die Tochter den Vater mit der Frage: Was war mit den Juden während des Dritten Reichs, und sie hadert mit der NS-Parteimitgliedschaft des Vaters. Des Vaters, der früh verwaist in eine jüdische Bank eintrat und sich dort hocharbeitete, der später, schon während ...

Sie kam aus Mariupol von Natascha Wodin

Schon oft hatte die deutsche Schriftstellerin Natascha Wodin die ukrainisch-russische Herkunft ihrer Mutter und damit ihre eigenen Wurzeln erforschen wollen. Doch über die Jahrzehnte brachten sämtliche Suchanfragen beim Roten Kreuz und anderen Organisationen kein Ergebnis. Zu verwickelt waren die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der Sowjetunion gewesen, zu tragisch und blutig die ukrainische Geschichte, als dass Natascha Wodin hoffen konnte, Spuren von der Existenz ihrer Familie zu finden. Nur das Ende, das hatte sie miterlebt: Das Unglück der entwurzelten Frau, die, nach Hungersnot und Gewalterfahrung während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis als Zwangsarbeiterin nach Deutschland verschleppt, sich als Verfemte und vom Leben Verfluchte sah, und die sich, als Natascha zehn Jahre alt war, im Dorffluss ertränkte. Und dann das: Natascha Wodin gibt 2014 den Namen ihrer Mutter in eine russische Suchmaschine ein und erhält einen Treffer. Und damit den Ausgang...

Uhren gibt es nicht mehr von André Heller

André Heller spricht mit seiner 102-jährigen Mutter Elisabeth Heller. Was für ein Geschenk, wenn sich Mutter und Sohn nach langer und oft problematischer Beziehung auf einer solchen sprachlichen Ebene in Harmonie verständigen können. Seit seine Mutter das hohe Alter erreicht hat, schreibt Heller im Vorwort, würde er sie völlig anders erleben als in den ersten fünfzig Jahren des gemeinsamen Wegs, nämlich tapfer und voll innerer Standfestigkeit. Und aus Elisabeth Heller spricht ein großer Stolz auf ihren Sohn, der so anders gewesen sei, als sie und der Rest der Familie, während sie gleichzeitig thematisiert, welch schwieriges Kind André Heller für sie gewesen sei. Die Gespräche sind schön durch ihre Offenheit, Ehrlichkeit, Tiefsinnigkeit, Leichtigkeit und ihren Humor. Altersweisheit auf beiden Seiten, und gleichzeitig Spaß an den bisweilen überraschenden Gesprächswendungen und Gedankensprüngen. Der Tod wird nicht ausgeklammert. André Heller fragt seine Mutter: Was müssten die Men...

Agatha Christie von Anne Martinetti, Guillaume Lebeau und Alexandre Franc

Ein Comic über das Leben von Agatha Christie – so spannend wie ein Krimi? In Zeichnungen erfährt man, warum die berühmte Krimi-Autorin 11 Tage lang verschwand (und nie darüber gesprochen hat). Rückblenden geben darüber Auskunft, wie sie aufwuchs und wer ihr den Anstoß zum Schreiben gegeben hat. Man erfährt von ihrer Ehe mit Leutnant Archibald Christie, die mit Scheidung endete, von der Geburt ihrer Tochter Rosalind und von der Trauer über die Untreue ihres Ehemannes. Auf-„gezeichnet“ wurde auch die zweite Heirat mit Max Mallowan, die abenteuerlichen Reisen und das Ärgernis, von einem gewissen Hercule Poirot immer wieder heimgesucht zu werden. In liebevoll gezeichneten Bildern wird das Leben von Mrs. Christie erzählt. Nicht ganz so dramatisch wie ihre Bücher – aber sehr unterhaltsam! Zur Bestellung Lebeau, Guillaume; Franc, Alexandre; Martinetti, Anne: Agatha Christie. Das Leben ist kein Roman. Übersetzung: Pröfrock, Ulrich Verlag: Egmont Graphic Novel ISBN 978-3-7704-5528...

Der Meteorologe von Olivier Rolin

Der russische Wissenschaftler Alexei Wangenheim baute in den 1920er Jahren das Netz der Wetterstationen der ganzen UdSSR auf. Er tat dies mit großem Einsatz und aus Begeisterung für Lenin und die neue kommunistische Gesellschaft. Umso schlimmer für ihn, als er, wegen angeblicher staatsfeindlicher Verbrechen, seiner Funktionen beraubt und auf die berüchtigten Solowezki-Inseln deportiert wurde. Nach einigen Jahren im GULAG, in denen er mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter nur brieflich verbunden war, wurde Wangenheim 1937 während Stalins "Großem Terror" hingerichtet. Zurückgeblieben sind seine Briefe, die von großer Fassungslosigkeit angesichts der Ereignisse zeugen, samt berührenden Zeichnungen, Rätseln und Lehrbildern, die er für seine Tochter Eleonora daheim machte und die im Buch abgedruckt sind. Olivier Rolin hat Wangenheims tragische Geschichte recherchiert und in diesem Buch erzählt. Und er stellt Fragen, ohne sie zu beantworten: Wie konnte es zu dieser grausi...

Robert Kauer - Ein Kirchenpräsident in den Konflikten seiner Zeit

Der Jurist und Experte für jüngere Kirchengeschichte Harald Uhl hat eine Biografie über Robert Kauer geschrieben, der als Kirchenpräsident die Evangelische Kirche in Österreich in der brisanten Zeit des "Anschlusses" vertreten hat. Mit diesem kritischen und um Ausgewogenheit bemühten Werk, zu dem der österreichische Bischof Michael Bünker das Vorwort geschrieben hat, thematisiert die evangelische Kirche Österreichs die kontroversiellen Jahre des Nationalsozialismus und leistet einen Beitrag zur schwierigen Diskussion über diese Zeit. (U.R.) Harald Uhl: Robert Kauer. Ein Kirchenpräsident in den Konflikten seiner Zeit. mit einem Vorwort von Bischof Michael Bünker Verlag Evangelischer Presseverband in Österreich ISBN 978-3-85073-311-3 Eur(A) 18,-

Ostende 1936 - Sommer der Freundschaft von Volker Weidermann

Im Jahr 1936 verlebt eine besondere Gruppe von Literaten den Sommer im belgischen Seebad Ostende: Um die beiden Freunde Stefan Zweig und Joseph Roth, die sich hier verabredet haben, scharen sich weitere aus dem deutschen Literaturbetrieb vertriebene Schriftsteller: Die junge exaltierte Irmgard Keun kommt, sieht und verliebt sich in den älteren, vom Alkoholismus gezeichneten Joseph Roth. Eine jahrelange verrückte Leidenschaft des ungleichen Paares nimmt hier ihren Ausgang. Ernst Toller, der Sozialist, kommt mit seiner strahlenden Schauspieler-Frau Christiane Grautoff, und richtet die Emigrantengruppe immer wieder auf. Es kommen Hermann Kesten, Arthur Koestler und Egon Erwin Kisch. Gemeinsam spazieren sie am Meer, sie schwimmen, arbeiten, essen und trinken im Strandcafé Flore. Sie diskutieren über die politischen Entwicklungen in Deutschland, die sie zu einem Leben in der Fremde, im Geheimen und im Widerstand zwingt. Stefan Zweig erinnert sich an seine frühere Lieb...

Das Geisterschiff von Egyd Gstättner

Wer kennt heute noch den Wiener Maler Josef Maria Auchentaller? Er war Gründungsmitglied der Künstlergruppe der Wiener Secessionisten, Mit-Autor in der Zeitschrift "Ver Sacrum" und als Jugendstilmaler erfolgreich. Durch die Übersiedlung nach Grado verlor er aber schnell an Einfluss und musste seinem  Konkurrenten Klimt das Feld überlassen. Auch privat stand er bald im Schatten seiner Frau, die durch die erfolgreiche Gründung eines Hotels dazu beitrug, dass sich das verschlafene Fischerdorf Grado zum berühmten Seebad wandelte. Die Wiener Künstler kamen bald gerne zu Besuch, Auchentallers Rolle beschränkte sich jedoch bald auf das Repräsentieren und Malen von Plakaten ("Seebad Grado. Österreichisches Küstenland") und Werbepostkarten. Egyd Gstättner spannt in seinem "Künstlerroman" den Bogen von 1903 bis zu Auchentallers Tod 1949. Ihm gelingt eine einfühlsame Biographie dieses in seinen Ansprüchen gescheiterten Mannes und gleichzeitig ein Po...

Liverfool von Gihef & Vanders

"Die (wahre) Geschichte des ersten Managers der Beatles" Liverpool heute - Eine Gruppe von Touristen wird vor einem Beatles-Fanshop von einem älteren Herrn, der sich als Allan Williams, der erste Manager der legendären Beatles vorstellt, angesprochen. Dieser bietet ihnen an für ein kleines Entgeld von fünf Pfund seine Geschichte zu erzählen.            Vom gelernten Installateur zum Gelegenheitsarbeiter, kauft er in den 50er Jahren ein Lokal, welches zu Allan zu einem beliebten Treffpunkt für junge Leute macht. Besonders regen Zulaufs erfreut sich die kleine Bar auch, weil an manchen Abenden lokale Bands auftreten. Eine davon wären gerne die späteren "Pilzköpfe", damals mit Stuart Suitcliff und Tommy Moore. Doch Allan ist der festen Überzeugung,  sie wären nicht gut genug um aufzutreten: Allerdings verhilft er ihnen zu einigen anderen Konzertmöglichkeiten, um sie erste Bühnenerfahrungen sammeln können. Auch Williams' eigene Geschäfte laufen gut...

WienPop von Walter Gröbchen, Thomas Mießgang, Florian Obkircher, Gerhard Stöger

Eine einzigartige Sammlung Die Geschichte der Wiener Musik, wohlgemerkt Popmusik, kann nicht auf gewöhnliche Art und Weise erzählt werden, aus diesem Grund breitet sich vor dem interessierten Leser hier eine bunte Collage aus Bildern, Interviews, Berichten, Erinnerungen und kleinen Peinlichkeiten aus 50 Jahren aus. Musiker wie die Worried Men Skiffle Group, Novak’s Kapelle, Al Cook und Drahdiwaberl bis zu Wolfgang Ambros, André Heller, den Schmetterlingen und Marianne Mendt; von Chuzpe, Blümchen Blau, Minisex und dem Hotel Morphila Orchester bis zu Kruder & Dorfmeister, Patrick Pulsinger, Ilsa Gold und Christian Fennesz tauchen genauso auf wie Orte, die mit diesen Musikern oder den Hintergründen und Texten in Zusammenhang stehen. Ausgehend von den Anfängen des Rock'n'Roll über Schlager und Folklore, bis hin zur heutigen elektronischen Musik wird alles, was Noten hat, behandelt. Aus diesem Grund ist das Buch auch in verschiedene Kapitel unterteilt, wobei das ers...

Stieg Larsson. Vor der Millennium Trilogie von Guillaume Lebeau und Frédéric Rébéna

Eine Biografie der etwas anderen Art schaffen die beiden französischen Autoren, die jedoch durch die Verarbeitung und Variation der Graphic Novel nur an zusätzlichem Reiz gewinnt. Gut recherchiert lernt der Leser den sehr jungen Stieg Larsson kennen, der von seinem Großvater auf der Jagd die Grundlagen der Politik und des Faschismus erklärt bekommt. Gegen genau diese Institutionen wird er später zuerst als Journalist in Eritrea und danach zurück in Schweden wie Mikael Blomquist aus den Romanen seinen persönlichen Krieg führen. Stieg stirbt ohne den großen Erfolg seiner "Millennium"-Trilogie mit zu erleben, in der er alle diese Erfahrungen mit der schwedischen Machtpolitik verarbeitet. Mit detaillierter Biografie im Anhang ist diese Graphic Novel nicht nur spannend für alle Stieg Larsson- und Comic-Fans, sondern jeden, der mehr über den Faschismus in Schweden erfahren möchte und dafür keine dicken Sachbücher lesen will. Guillaume Lebeau und Frédéric Rébéna Stieg Lars...

Ein freies Frauenzimmer - Caroline Schlegel-Schelling von Barbara Sichtermann

Caroline Michaelis, verwitwete Böhmer, geschiedene Schlegel, verheiratete Schelling: Ein faszinierendes Frauenleben der Aufklärung und der Romantik wird von Barbara Sichtermann facettenreich von den Mädchenjahren als Professorentochter in Göttingen bis zu ihrem Tod als Ehefrau des berühmten Philosophen Schelling dargestellt. Caroline begnügte sich nicht mit den vorgegebenen Rollen als "Universitätsmamsell", liebevolle Mutter und Gelehrten-Gattin. Sie nahm, nachdem ihr erster Mann gestorben war, ihr Leben in die Hand, wollte selbst aktiv in das Geistesleben Einfluss nehmen und verfolgte kritisch die laufenden politischen Strömungen, die vom Geist der französischen Revolution geprägt war. Die Gesellschaft reagierte gespalten: Einerseits war Caroline für ihr Wissen und ihre Begabung hochberühmt, andererseits geriet sie wegen ihrer Selbständigkeit und Einstellungen in Verruf. So sehr, dass sie heimatlos und geächtet sich nur durch eine Vernunftehe mit dem Romantiker August...