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Es werden Posts vom September, 2020 angezeigt.

Leben Verboten! von Maria Lazar

Berlin 1931: "Leben verboten!" heißt es für den Bankier Ernst von Ufermann nachdem er fälschlicherweise für tot erklärt wird und sich, aus Furcht vorm nahenden Firmenbankrott und dem sozialen Abstieg der Familie, dazu verleiten lässt unterzutauchen. Unter falschem Namen und mit einem fragwürdigen Auftrag führt ihn sein Weg nach Wien, dort kommt er dem politischen Untergrund und den immer einflussreicher werdenden Nationalsozialisten gefährlich nahe. Er versucht erneut zu fliehen, diesmal zurück in sein altes Leben...
Lazar (1895-1948) erkannte bereits früh welche Gefahr von den Nationalsozialisten ausging, die Hellsichtigkeit ihrer Werke diesbezüglich war einer der Gründe, warum sie lange vergessen war, zum Glück wurde sie wiederentdeckt. Nachdem ich Lazars "Die Eingeborenen von Maria Blut" vor einigen Jahren verschlungen habe, hatte ich große Erwartungen an die nächste Veröffentlichung bzw. Wiederentdeckung, sie wurden nicht enttäuscht. Mit unterschwelligem, wiener…

Ich war der Lärm, ich war die Kälte von Jenny Downham

"Ich geh nicht, solange du nicht machst, dass sie aufhören." "Vergiss es." "Mach dein Monster." 
Lexi war schon immer ein wildes Mädchen, das auf Bäume klettert und sagt was es denkt. Das Zusammenleben mit Ihrer "neuen" Familie, ihrem Stiefvater John und ihrer süßen kleinen Schwester Iris erweist sich als schwierig. Lexi wirft Sachen aus dem Autofenster, wirft mit Stühlen und zertrümmert Geschirr. Sie ist wütemd, sehr wütend. Ein richtiges Monster, findet John. Vielleicht stimmt aber auch etwas nicht mit John, denkt Lexi manchmal. Ihre Mutter wendet sich von ihr ab, in der Schule findet sie kaum Anschluss - nur das Theaterspielen macht ihr Freude - und zu allem Übefluss ist sie auch noch verliebt in ihren älteren Stiefbruder, der das Familienhaus bereits verlassen hat und aufs College geht.  Eigentlich wünscht sie sich von ihrer Familie akzeptiert zu werden, aber ihre Wut kann sie nicht lange genug herunterschlucken um alles "richtig" zu…

Groona von Raimund Frey

Das Mädchen Groona lebt nach einer Katastrophe alleine mit ihrem Tyrannosaurus Rex auf einer Insel. Die Zivilisation ist schon lange untergegangen und die Welt wird von seltsamen Urwesen und Dinosauriern bevölkert. Fressen oder gefressen werden, dies ist der Lauf der Dinge. Abwechslung bieten die seltsamen Kisten, die täglich am Strand angespült werden. Manchmal enthalten sie Tiere, die Groona nicht kennt, oder eigenartige elektronische Gegenstände. Doch eines Tages findet sie etwas, dass ihr Leben für immer verändern soll... Der erste Band von Groona "Die letzte Insel" ist ein interessanter und spannender Auftakt zu einer dystopischen Abenteuerreihe, die in der Zukunft spielt. Der Band ist mit seinem grünen Buchschnitt  sehr ansprechend gestaltet und auf jeder Seite gibt es faszinierende schwarz-weiß Zeichnungen, die man sich gerne länger ansieht. Loewe Wow! ist eine neue Kinder- und Jugendbuchreihe des Loewe Verlags, die auf eine neuartige Text-Bild Gestaltung setzt. "…