Direkt zum Hauptbereich

Österreich ist schön, oder? Herausgegeben von Christoph Braendle


Inhalt:

Österreich und die Schweiz - zwei benachbarte Länder, die ähnlich sind, die einander aber erstaunlich schlecht kennen. Was wissen wir von der Schweiz, abgesehen von den gängigen Klischees? Und was denken die Schweizer über uns, außer dass man bei uns den Winterurlaub verbringen kann?
Der zweiten Frage widmet sich dieses erfrischende Sachbuch: 40 Menschen, die es wissen müssen, Schweizerinnen und Schweizer, die ihre Heimat im östlichen Nachbarland gefunden haben, beschreiben ihre Verhältnis zu Österreich, ihre Liebe zu Wien, Salzburg, Graz etc., ihre Freude über Landschaft, Architektur, Kultur und die Menschen hier. Sie drücken sich auch nicht um den Ärger, wobei die Kritik mehr oder weniger sanft, aber sicher fair und oft auch humorvoll ausfällt.
Soviel scheint nach der Lektüre klar: Österreich ist unpünktlich, hundeverliebt, und der Amtsschimmel galoppiert, Schweizer dagegen sind in diesen Punkten weniger exzentrisch.
Und sonst? Die vierzig Autoren - ob Kunstschaffende, Gewerbetreibende, Sozialpädagogen oder Managerinnen - zeigen viele geschichtliche, kulturelle und soziale Aspekte auf, aber unterm Strich gilt: Die Schweizer mögen uns ganz gut leiden, wenn auch der Wind in Wien sehr kalt ist ...

Zielgruppe:

Nicht nur Menschen mit einem Nahe-Verhältnis zur Schweiz werden hierzulande dieses Buch schätzen. Es kann allen empfohlen werden, die ihre Heimat einmal von der Warte der Außenstehenden betrachten wollen, aber auch allen Menschen, die sich in Österreich niederlassen wollen oder das bereits getan haben.  
Das Geschenkbuch für "Zugereiste". Zudem geben die Autorinnen und Autoren ihre Lieblingsorte preis - zum Besuch empfohlen!

Christoph Braendle (Hg.): Österreich ist schön, oder? Eingewandert aus der Schweiz.
Czernin Verlag, Wien. 2011. ISBN 978-3-7076-0352-1
Euro (A) 16.90

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Dork Diaries von Rachel Renée Russell

Dork Diaries  Nach dem Erfolg von Greg's Tagebuch, hier ein weiterer Comicroman - speziell für Mädchen:  Dork Diaries Band 1! Zielgruppe: Mädchen  ca. ab 11 Jahre, auch noch für Jugendliche ein lustiges Leseerlebnis Inhalt:  Neue Schule, neues Glück? Nikki ist ein Totalausfall in Sachen Coolness, ihr Vater ist Kammerjäger und fährt mit einem Kakerlakenmobil durch die Stadt, ihr Handy ist ihrer Meinung nach ein krasses Museumsstück und das Einzige was sie an ihrem ersten Schultag retten könnte, wäre ein brandneues IPhone. Stattdessen bekommt sie ein Tagebuch geschenkt, etwas das sie nie schreiben wollte. Gott sei Dank hat sie es getan und lässt uns an ihrem Leben teilhaben! Unsere Bewertung:  Dork Diaries ist ein  unterhaltsames Buch im Tagebuchstil geschmückt mit humorvollen Comiczeichnungen. Typische Situationen wie einige von uns sie als Kind/Teenager erlebt haben werden leicht überzogen und teils skurril dargestellt, z.B Nikki möchte nicht in die Sc

Die Europäer von Orlando Figes

Es beginnt mit der ersten internationalen Bahnfahrt am 13. Juni 1846, der Eröffnung der Bahnlinie von Paris nach Brüssel. Die 330 Kilometer können nun in zwölf Stunden zurückgelegt werden, einem Viertel der Zeit, die die Kutsche bisher brauchte.  Das ist der Startschuss zur Entwicklung und Internationalisierung des Kulturlebens in Europa bis in die 1880er Jahre. Die Verknüpfung von Kultur und den bald den Kontinent überspannenden Eisenbahnlinien macht das Buch des britischen Historikers Figes so ungewöhnlich und erhellend. Denn die damalige Revolution des Kulturmarktes mit seiner internationalen Verbreitung europäischer Musik, Literatur und Kunst ist plötzlich erklärbar. Es wird anschaulich, wie in dieser Zeit die europäische Kultur und ihr Kanon etwa an Opern, Malerei und Literatur entsteht,

In der Mitte ein Feuer von Galsan Tschinag, Gernot Gleiss und Gernot Stadler

Die beiden Kärntner Gernot Gleiss und Gernot Stadler haben den Schriftsteller Galsan Tschinag und seinen tuwinischen Stamm in der Mongolei besucht. Entstanden sind ein Buch und eine DVD, die gemeinsam vertrieben werden. Sie zeigen wunderbare Schwarz-Weiß-Aufnahmen von der traumhaften Landschaft im Hohen Altai und dem Leben des Nomadenvolks: Kinder beim Reiten, Spielen und Ziegen-Hüten, die Erwachsen beim Melken, Schlachten, Kochen, Essen, Spielen und Wettkämpfen, Musizieren. Beeindruckend sind auch die Bilder vom Schamanentum, der Owoo-Weihe in den Bergen, den Jurten in der Steppe. Der Text ist von Galsan Tschinag selbst verfasst: Er beschreibt die Geschichte und gegenwärtige Situation des bis heute rätselhaften und durch seine nomadische Lebensweise höchst bedrohten Volkes der Tuwa. Einige Gedichte lassen die Atmosphäre des naturverbundenen Lebens noch spürbarer werden. (U.R.) Achtung - save the date! Am 18. Mai 2012 um 19.00h wird Galsan Tschinag in der Hauptbücherei Wien