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Samarkand Samarkand von Matthias Politycki



Während in Deutschland im Jahr 2025/26 der 3. Weltkrieg tobt, wird der ehemalige Gebirgsjäger Alexander Kaufner mit einem Spezialauftrag nach Samarkand geschickt. Er soll das Grab Timurs finden und die Grabbeigaben, denen besondere Kraft zugeschrieben wird, vernichten. Mit dieser Aktion soll der Vormarsch der Armee des Kalifen in Deutschland gestoppt und dem Kriegsverlauf eine neue Wendung gegeben werden. Kaum in Samarkand eingetroffen, lernt Kaufner das Mädchen Shochi kennen, die über hellseherische Fähigkeiten verfügt, die sich in ihren Träumen äußern. Mit dem Bergführer Odina durchstreift er monatelang die umgebende Bergwelt auf der Suche nach dem verborgenen Grab. Nicht Monate, sondern Jahre vergehen, ehe er den gesuchten Ort findet. Dazwischen erfährt Kaufner Details aus dem Leben Timurs. Timur, der Lahme, im Westen auch unter Tamerlan bekannt, beherrschte Ende des 14. Jahrhunderts Zentralasien und ließ Samarkand als Hauptstadt seines Riesenreiches bauen.

Sehr detailreich schildert Matthias Politycki in diesem Abenteuer-, Berg- und Zukunftsroman die spannenden Erlebnisse seines Protagonisten. Angeregt durch seine erste Reise nach Samarkand vor 25 Jahren, hat der Autor nun endlich seinen Roman zu Papier gebracht. Atmosphärisch dicht beschreibt er seine Wanderungen durchs Gebirge, seine Begegnung mit archaischen Lebensformen (inklusive Tierschlachtungen) und die sich verändernden politischen Verhältnisse.
Nach anfänglicher Skepsis war es eine durchaus interessante und spannende Leseerfahrung, in diese in 4 Bücher gegliederte fremdartige Welt einzutauchen. Außerdem weckt es Interesse, sich ausführlicher mit der Geschichte der Seidenstraße zu beschäftigen. (B.H.)

Politycki, Matthias: Samarkand Samarkand
Verlag: Hoffmann & Campe
Preis: EUR[A]  23,60 
ISBN: 978-3-455-40443-2


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