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Die rote Herzogin von Svetlana Lavochkina

 

Witzig, schockierend, entlarvend und bisweilen degoutant, so ist uns Svetlana Lavochkinas Buch „Puschkins Erben“ in Erinnerung, mit seinen sarkastischen Porträts von Mitgliedern einiger miteinander schicksalhaft durch den gigantischen Staudamm von Zaporoschje verwobenen sowjetischen Familien. Nun liegt die Vorgeschichte in Buchform vor, und wieder sorgt die Autorin für Momente, in denen das Lachen schockartig sofort wieder gefriert: In der Frühzeit der Sowjetunion sollen die gefürchteten Stromschnellen des Dnjepr-Flusses durch ein gigantisches Wasserkraftwerk gezähmt werden. Dafür lässt Stalin den amerikanischen Star-Ingenieur Hugh Winter in die Ukraine kommen. In Winters Haus geht auch die Propaganda-Chefin Darya aus und ein, die aus ehemals hochadeligem Haus stammend die Säuberungen der Revolution überlebt hat und nun die Arbeitsbrigaden der Großbaustelle mit Propaganda versorgt. Insgeheim hat Darya einen Traum: einen Ball mit Tanzmusik, Ballkleid und Diner zu veranstalten. Ein Kapitalverbrechen in Stalins Reich …

Svetlana Lavochkina: Die rote Herzogin

Aus dem Englischen von Diana Feuerbach

Verlag Voland & Quist. 

ISBN 978-3-86391-325-0 

Eur[A] 20,50

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